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Das
Ehrenamt ist das Rückgrat des Bevölkerungsschutzes
Auf der heutigen DLRG Bundestagung in Nürburg/Eifel unterstrich
Bundesinnenminister Dr. Thomas de Maizière die Bedeutung
des Ehrenamtes für den Bevölkerungsschutz in Deutschland:
"Nur
der im freiwilligen bürgerschaftlichen Engagement verankerte
Bevölkerungsschutz kann im Falle einer wirklichen Notlage auf
viele geschulte Helferinnen und Helfern zurückgreifen. Die
in Deutschland praktizierte enge Verzahnung von haupt- und ehrenamtlichen
Mitarbeitern ist weltweit einmalig. Die ehrenamtlichen Helfer bilden
das Rückgrat unseres Bevölkerungsschutzes."
In
Deutschland sind 1,8 Millionen überwiegend Ehrenamtliche im
Bereich des Bevölkerungsschutzes aktiv. Hierzu zählen
die ca. 80.000 Helferinnen und Helfer des Technischen Hilfswerks,
rund 1,1 Millionen Feuerwehrleute sowie die insgesamt 600.000 Aktiven
beim Deutschen Roten Kreuz, dem Arbeiter-Samariter-Bund, beim Malteser
Hilfsdienst, bei der Johanniter-Unfall-Hilfe und der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft.
Die
Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft e.V. ist mit rund 1 Million
Mitgliedern und Förderern die größte Wasserrettungsorganisation
der Welt. Seit ihrer Gründung 1913 leisten ehrenamtliche Kräfte
einen unersetzlichen Dienst in den Bereichen Wasserrettung, Schwimmausbildung
und Aufklärung über Wassergefahren. Der DLRG ist es beispielhaft
gelungen, ihr Mitgliederpotential zu erhalten und für die Mitwirkung
im Bevölkerungsschutz zu motivieren.
Die
demographische Entwicklung ist eine Herausforderung für den
Bevölkerungsschutz in Deutschland. Dabei wird es besonders
darauf ankommen, diejenigen einzubeziehen, die bislang - gemessen
an ihrem Anteil an der Gesamtbevölkerung - als Aktive im Bevölkerungsschutz
noch unterrepräsentiert sind: Menschen mit Migrationshintergrund,
Ältere und Frauen. ""Hier steckt noch viel zu entdeckendes
Potential, auf das wir in Zukunft nicht verzichten können"",
erklärt der Bundesinnenminister.
Für
die weiterhin erfolgreiche Arbeit im Bevölkerungsschutz kommt
es insgesamt darauf an, die ehrenamtliche Arbeit noch attraktiver
zu gestalten und die Vielfalt von Möglichkeiten des sich Einbringens
aufzuzeigen.
Bundesinnenminister
Dr. Thomas de Maizière: ""Ob und wie sich Menschen
engagieren, hängt maßgeblich davon ab, ob sie attraktive
und geeignete Angebote und Aufgaben finden, bei denen sie ihre persönlichen
Fähigkeiten und Neigungen zum Wohle anderer und der Gesellschaft
einbringen können. Ehrenamtliches Engagement kommt dabei auch
der eigenen Person zugute. Wer sich engagiert, erwirbt fachliche
Qualifikationen, aber auch die Fähigkeit, Verantwortung für
sich und andere zu übernehmen. Ehrenamt ist nicht nur Dienst
für die Gemeinschaft, Ehrenamt darf Freude machen.""
Ein
wichtiges politisches Anliegen der Bundesregierung ist es, dass
die Leistung von Ehrenamtlichen von der Gesellschaft anerkannt wird.
Mit dem neuen Bevölkerungsschutzgesetz, das im April dieses
Jahres in Kraft getreten ist, wird das Ehrenamt als unverzichtbare
Grundlage unseres nationalen Notfallvorsorgesystems ausdrücklich
anerkannt und gewürdigt und seine Förderung dem Staat
aufgetragen. Auch der Koalitionsvertrag vom 26. Oktober 2009 würdigt
Ehrenamtler als Vorbilder unserer Gesellschaft.
Bundesinnenminister
Dr. Thomas de Maizière: ""Der neue Preis des Bundesministeriums
des Innern zur Förderung des Ehrenamtes im Bevölkerungsschutz,
den ich erstmals am 5. Dezember 2009, dem Internationalen Tag des
Ehrenamtes, verleihen werde, ist Ausdruck der Bedeutung und Wertschätzung
ehrenamtlicher Arbeit als Dienst an der Gesellschaft.""
Bundesministerium
des Innern
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