Aktuelles

 2. Themenabend des KFV Hildesheim

Das Orga Team


Eine Flasche Wein
für Prof. Osterheider


Gäste u.a. StadtBM
Oldenburg
22.11.2019   Kreis Hildesheim/Uni Hildesheim. Die Stiftung Feuerwehr Hildesheim und die Werner und Sigrid Frischen-Stiftung, haben dem Kreisfeuerwehrverband Hildesheim die finanziellen Mittel zur Verfügung gestellt, damit der 2. Themenabend des Verbandes erfolgen konnte. Bei der Begrüßung dankte Kreisbrandmeister Josef Franke hierfür, denn ohne diese Förderung wäre die Veranstaltung nicht möglich gewesen. Der „2. Themenabend“ des Kreisfeuerwehr-
verbandes, stand unter dem Thema: „Kommunikation in der Feuerwehr“. Als Referent stand hierfür Prof. Dr. Felix Osterheider aus Osnabrück, im Audimax der Universität Hildesheim, zur Verfügung. Die Thematik war mit Studenten der Uni Osnabrück erarbeitet und befasste sich im Umgang mit jungen Menschen, mit der Politik und Verwaltung sowie mit den Arbeitgebern der Feuerwehrkameraden (SB). Vor rund 250 Zuhörern aus dem Kreis der Feuerwehr, darunter der Stadtbrandmeister von Oldenburg, sowie ein Abschnittsleiter mit Stellvertreter aus dem LK Hameln Pyrmont, Vertretern aus den Gemeinden und dem Landkreis Hildesheim sowie Landtagsabgeordneten, zeigt Osterheider zunächst die Hintergründe und Abläufe zu dem Thema auf. „Meine Studenten in der Universität Osnabrück haben in drei Arbeitsgruppen die Bereiche „Junge Menschen für die Freiwillige Feuerwehr zu begeistern, um Nachwuchs zu gewinnen – aber wie“; Kommunikation mit Verwaltung und Politik“ sowie „Kommunikation mit Arbeitgebern der Feuerwehrkräfte“, erarbeitet. Mit Präsentationen stellte der Referent die Themen vor, moderiert mit aktuellen Beispielen aus den Themenbereichen. „Welche Vorurteile gibt es im Bereich der Nachwuchsgewinnung zu beachten oder abzustellen. Schlagwörter: Ist Alkohol bei der Feuerwehr noch präsent; wie begeistert man Kinder für die Feuerwehr- statt Computer-; der Übergang von der Jugend in die Einsatzabteilung? Ein Ansatz könnte beispielsweise der Einsatz von Nachwuchslotsen sein, als zielgerichtete Ansprechpartner. Zweites Thema: „Was sollen Arbeitgeber über Feuerwehren denken?“ Der Ansatz: Die Freiwilligen Feuerwehren leisten einen unverzichtbaren Dienst für die Gesellschaft und Menschen in Not. Sie bereichern durch Fachwissen, Engagement und ihrer Einstellung zum Unternehmen. Aufzeigen, dass Feuerwehrmitglieder (SB) eine anspruchsvolle Ausbildung durchlaufen müssen, die möglicherweise auch dem Betrieb von Vorteil sein kann. Vermitteln, dass die Feuerwehrangehörigen nicht nur Mitarbeiter für die Firmen sind, sondern auch Experten, Teamplayer Beschützer, Techniker und Partner, aufgrund der Feuerwehrausbildung sein können. Felix Osterheider erinnerte aber auch an die festgelegten gesetzlichen Regelungen für Freiwilligen Feuerwehren. Wie wichtig eine Kommunikation sein muss, zeigte ein einfaches Alarm-Beispiel auf: „Wenn der Melder geht und drei Mann aus der Firma sind weg, kann das für Betriebe schon wirtschaftlich betrachtet schwierig werden. Wenn dann nach dem Einsatz klar wird, da musste/sollte nur ein Vogel aus dem Baum oder eine Katze vom Dach geholt werden, sorgt das nicht unbedingt für Verständnis beim Firmenchef. „Also sollten sich die Kameraden absprechen, so dass ggf. nur einer aus diesem Betrieb in den Einsatz geht. „Diese Probleme erkennt der anrufende Bürger natürlich nicht, denn für ihn ist unter der Rufnummer 112 immer die Hilfe zu erreichen“. Hierbei wird auch deutlich, dass die Feuerwehr durch die Einsatzkräfte „ein Gesicht“ bekommt. „Die ältere Dame wird sich freuen, wenn sie ihre Katze wieder im Arm halten kann“, so Felix Osterheider. Die Arbeitsgruppe sah dabei auch eine Wertschätzung für die Firmen, unter dem Motto „Gemeinsam im Einsatz“, als öffentliche Anerkennung durch die Feuerwehr. Fazit hierzu „Die Anerkennung sollten sie in den Räumen der Firmen aussprechen, gehen sie zu der Firma und nicht umgekehrt“. Eine Diskussionsrunde entwickelte sich im Anschluss. Kreisbrandmeister Josef Franke dankte auch der Orga-Crew, unter der Führung von Thomas Bartels, Hildesheim, für die Umsetzung der Veranstaltung. Besonders gedankt wurden den Kameraden aus Itzum, Himmelsthür und Stadtmitte für die Versorgung. Thomas Bartels überreichte dem Referenten ein kleines Weinpräsent von der Feuerwehrstiftung. Erste Reaktion der Teilnehmer signalisierten dem Kreisbrandmeister, das war ein inhaltlich gelungener Themenabend. Sh. auch download-Bereich im KFV.

Text und Fotos: Michael Sinai, Kreispressewart

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