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23.09.2019

 Diese Schläuche sollen die Innerste im Zaum halten Millionen für besseren Schutz


Bei Hochwasser sollen
diese „Flutröhren“ Anwohner
der Großen Venedig schützen.
Foto: Clemens Heidrich
Jahrhunderthochwasser? Gibt es inzwischen alle paar Jahre. Diese Haltung bestimmt spätestens seit den Fluten des Sommers 2017 Denken und Entscheidungen von Politikern und Hilfskräften. Auch im Hildesheimer Rathaus reifte die Erkenntnis: Wir müssen deutlich mehr für den Hochwasserschutz tun. Ein Mittel: mobile Barrieren. Am Samstag haben die Freiwilligen Feuerwehren Ochtersum, Itzum, Marienburger Höhe und Neuhof das System zum ersten Mal einem umfassenden Praxistest unterzogen.
Einer, der das Ganze interessiert verfolgt, ist Matthias Jung. Ganz der Baufachmann, war Jung in jenen dramatischen Tagen des Juli 2017 im Kopf schon durchgegangen, was alles kommen würde, wenn das Wasser nicht zu bändigen wäre. „Fußboden rausreißen“ war nur ein Punkt auf der langen gedanklichen Liste des Architekten, der an der Großen Venedig nicht nur sein Büro hat, sondern auch hier wohnt. Das Wasser stieg immer weiter, die Innerste trat übers Ufer, hunderte Helfer schleppten tagelang Sandsäcke und versuchten, das Schlimmste zu verhindern. Jung stand im Regen, konnte nur hoffen, dass doch noch alles gut gehen würde. „Das muss ich nicht noch mal haben“, sagt er an diesem Samstag, als er in der Septembersonne am Ufer der träge und niedrig vor sich hinfließenden Innerste steht.
Dafür, dass Jung und viele andere Betroffene in dem Bereich künftig etwas ruhiger schlafen können, sollen rote Schläuche sorgen, die die 30 Einsatzkräfte in zwei Linien auf insgesamt 800 Metern Länge probeweise befüllen – zunächst mit Luft, wenn sie dann in die richtige Position gebracht und fixiert werden, mit Wasser.
Auf die nasse Füllung verzichten die Feuerwehrleute bei der Generalprobe allerdings weitgehend, nur in ein 15 Meter langes, 10 000 Liter fassendes Segment, lassen sie Innerstewasser strömen. Beim echten Einsatz müssen freilich alle Teilstücke gefüllt sein, um das nötige Gegengewicht zur Innerste zu erhalten – und später mühsam von innen gereinigt werden. Wie lange das alles dauern würde – niemand weiß das. „Das ist für uns alle neu“, sagt Winfried Elsebach, Chef der Hildesheimer Berufsfeuerwehr, die die sogenannten Floodtubes („Flutröhren“) in Containern aufbewahrt und gegebenenfalls zum Einsatzort bringt. Das könnte auch außerhalb von Hildesheim sein, sagt Elsebach. Wenn hier alles trocken bleibt, aber etwa die Elbe irgendwo in Deutschland über die Ufer tritt, würden die roten Schläuche auch dort ausgerollt, sobald sie angefordert werden. Der entscheidende Vorteil gegenüber Sandsäcken: Das System spart viel Zeit und Personal. Ganz ohne Sand wird man auch künftig nicht auskommen, aber eben mit deutlich weniger.
Dass die Schläuche nur punktuell helfen und dass im überregionalen Kampf gegen Hochwasser vor allem riesige Rückhaltebecken geschaffen werden müssen, weiß auch Matthias Jung. „Das haben die Verantwortlichen inzwischen ja auch im Blick.“ Wenn er jetzt aber mal kurz nur an seine Nachbarn und sich denkt, dann kann er beim Blick auf die aufgepumpten roten Röhren sagen: „Das gibt einem schon ein besseres Gefühl.“

HAZ 23.09.2019 - Von Jan Fuhrhop

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