Freiwillige Feuerwehr Himmelsthür

Historie

125 Jahre Feuerwehr Himmelsthür
25 Jahre Jugendfeuerwehr / 25 Jahre Altersabteilung

In Erkenntnis der Notwendigkeit des Brandschutzes für die Ortschaft Himmelsthür wurde auf Bürgerinitiative hin am 15.Oktober 1883 die Freiwillige Feuerwehr Himmelsthür gegründet.
Fehlende finanzielle Mittel verlangten den Bürgern ein hohes persönliches Engagement ab. So wurde zunächst bei Einsätzen und Übungen auf die Spritze des seinerzeitigen Klostergutes zurückgegriffen, bevor Himmelsthür 1908 eine eigene Handdruckspritze samt Rettungssack der Wehr zur Verfügung stellte. Damit war die Freiwillige Feuerwehr Himmelsthür wesentlich unabhängiger.

1935 erhielt die Wehr einen fabrikneuen Tragkraftspritzenanhänger (TSA) mit eingeschobener Tragkraftspritze (TS 8), damals modernste Technik mit der effizient gearbeitet werden konnte. Im 2. Weltkrieg wurde die Himmelsthürer Wehr fast vor unlösbare Aufgaben gestellt, denn nicht nur die Großangriffe auf Hannover und Hildesheim mussten abgewehrt werden. Auch die Ortschaft Himmelsthür wurde fast zu zwei Dritteln zerstört. Der großen Einsatzbereitschaft der Mitglieder war es zu verdanken, dass gleich nach dem Krieg der Wiederaufbau der Gemeinde zustande kam. Im Jahre 1957 wurde der Wehr von der Gemeinde Himmelsthür ein modernes Löschgruppenfahrzeug (LF 8 TS) übergeben, das dieser noch wirksamere Einsatzmöglichkeiten verlieh. Jetzt konnte die Freiwillige Feuerwehr Himmelsthür auch ihren Ausbildungsstand immer wieder deutlich unter Beweis stellen. Viele kleine Einsätze, aber auch Großbrände (z.B. Brand der Holzhandlung Schreyer 1961, Brand der Firma Sturm-Treibstoffe 1963 etc.) wurden souverän gemeistert. Auch bei Turnungsmäßigen Wettkämpfen in Stadt und Landkreis lagen die Himmelsthürer Kameraden stets auf vorderen Plätzen. 1968 wurde ein modernes Feuerwehrgerätehaus seiner Bestimmung übergeben, ein muss für eine Feuerwehr dieser Größenordnung. Zwei Jahre später erhielt die Wehr ein weiteres Löschgruppenfahrzeug (LF 16) mit Schnellangriffseinrichtung, 1600 l Tank, Funkausrüstung und Vorbauseilwinde. 1973 wurden die Jugendfeuerwehr (JF) und die Altersabteilung ins Leben gerufen. Dank der großzügigen Unterstützung der Gemeinde Himmelsthür kann die Ortschaft bis zum heutigen Tag auf eine hochmotivierte und technisch bestens ausgerüstete Wehr vertrauen. 1974 verlor die Freiwillige Feuerwehr Himmelsthür einen Teil ihres eigenständigen Charakters aufgrund der Eingemeindung hinsichtlich der Berufsfeuerwehr der Stadt Hildesheim. Dennoch bewies die Wehr auch weiterhin hohen Teamgeist bei sportlichen Wettkämpfen und eine ungebrochene Einsatzbereitschaft.

Seit 1992 wurden auch Frauen in die Wehr aufgenommen. Im gleichen Jahr konnte ein neues Löschgruppenfahrzeug (LF 8) angeschafft werden, das alte wurde 1988 außerdienstgestellt. Im Jahre 1997 wurde der Ortsfeuerwehr Himmelsthür aus beständen der Berufsfeuerwehr Hildesheim ein Schlauchwagen (SW 1000) zur Verfügung gestellt, seit diesem Zeitpunkt bildet sie zusammen mit der Ortsfeuerwehr Sorsum den Wasserförderungszug. Aber auch bei der Besetzung des Rettungszuges der Deutschen Bahn AG arbeitet die Himmelsthürer Wehr eng mit der Berufsfeuerwehr und der Feuerwehr Sorsum zusammen. 2003 wurde dann das "alte LF 16" nach über 30 Jahren in den wohlverdienten Ruhestand geschickt und die Ortsfeuerwehr bekam aus den beständen der Berufsfeuerwehr ein modernes und wendiges Citylöschfahrzeug, des weiteren wurde das LF 8 im Rahmen eines Fahrzeugkonzeptes der Feuerwehr Hildesheim an die Feuerwehr Achtum-Uppen abgegeben. Der Himmelsthürer Wehr wurde ein Löschgruppenfahrzeug (LF 16-TS) vom Katastrophenschutz zur Verfügung gestellt. Ihre ganze Schlagkraft konnte die Wehr auch in den letzten Jahren immer wieder Unterbeweis stellen. (z.B. Sturmtief Kyrill Januar 2007, Hochwasser Hildesheim September 2007 etc.) Zur Zeit verfügt die Ortsfeuerwehr über 242 Mitglieder, 18 Jungen und 7 Mädchen in der Jugendfeuerwehr, 40 in der Einsatzabteilung davon 3 Frauen, 10 in der Altersabteilung und 167 Fördernde Mitglieder. Im Schnitt sind 25 Einsätze im Jahr zu bewältigen.